
die psychische und soziale Wirkung
„Nichts wie weg hier!“ … Wer kennt dieses Gefühl nicht? „Einfach raus…“ ist der ganz eindeutige körperliche Impuls, wenn uns eine bestimmte Situation zu viel wird.
Innere Zustände, welche die Psyche belasten wie hoher Leistungsdruck, Ängste, Schlafstörungen oder unkontrollierbare Gedankenströme können durch regelmäßige Waldbesuche zumindest abgeschwächt werden.*
Tatsächlich ist Waldbaden ein bewusster Ausstieg aus dem Alltag. Wir bringen Distanz zwischen uns und unangenehme Stresssituationen. Wir finden Erholung außerhalb des gewohnten Systems.
Sind wir erst einmal im Wald riechen, lauschen, spüren und betrachten wir die natürliche Umgebung. Sie verführt unsere Sinne, sie fängt unsere Aufmerksamkeit, verlangsamt unseren Schritt, lässt uns verweilen und staunen. Wir tauchen ein, fühlen uns verbunden mit der Natur. Schnell relativieren sich zumindest für diesen Moment die Alltagssorgen. Gesellschaftliche Werte und Normen, Leistungsgedanken oder überzogene Ansprüche haben im Wald keine Gültigkeit. Wir dürfen sein wer wir sind, keiner kontrolliert. Negative Gefühle nehmen ab, positive Gefühle hingegen steigern sich. Ein innerer Zustand von Ruhe und gleichzeitiger Lebendigkeit stellt sich ein. Oft sind es gerade die Waldzeiten, in denen wir neue Perspektiven und Lösungsmöglichkeiten für die alltäglichen Herausforderungen finden. Bei regelmäßigem Waldbaden begleiten uns Vitalität, Lebensfreude und ein gestärktes Selbstwertgefühl aus dem Wald heraus mit nach Hause.
Auch die soziale Gesundheit wird in der Natur unterstützt, da die Interaktion zwischen Menschen innerhalb einer Gruppe in ihrer natürlichen Umgebung kulturelle und individuelle Unterschiede in den Hintergrund treten lassen. Gemeinsame Erlebnisse, gegenseitige Unterstützung, miteinander Lachen bringt Kommunikation auf eine zutiefst menschliche Ebene. Der Zusammenhalt von Gruppen wird gestärkt.
Es lohnt sich!
Auf und raus in den Wald!
*Waldbaden kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.